Meet the scientists

Zellforscher Sascha Martens und sein Team

19. Jänner 2022 von Hanna Möller und Margit Kastner
Sascha Martens und sein Team erforschen die ausgeklügelten Abbauwege in unseren Zellen. Im Video verraten sie, was sie trotz Fehlschlägen und falscher Fährten weiterforschen lässt: Team Spirit, die Leidenschaft für ein Thema und das gemeinsame Ziel, etwas zu verändern.
© Fonda/Wexplore

"For me, it is a job and a hobby merged in one" – Molekularbiologe Sascha Martens hat im Erforschen unserer Zellprozesse eine Lebensaufgabe gefunden. Jeden Tag versucht er aufs Neue, die rätselhaften Mechanismen rund um die Autophagie aufzudecken – "Not because I have to, because I want to". Wir holen Sascha Martens und sein Team vor die Kameralinse. Was wir von ihnen wissen wollen: Was treibt euch an?

"Scientific research preselects a certain kind of people: People who are simply curious"
Sascha Martens

Dass Neugier und Ausdauer in der Wissenschaft unabdingbar sind, bezeugt die beachtliche Fehlerquote: "One out of ten experiments go wrong." Was bei Fehlschlägen und falschen Fährten hilft, ist der Austausch mit Kolleg*innen, die im Team Martens nach vielen Stunden im Labor zu Freund*innen wurden.

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Eine "Müllabfuhr" sorgt in unseren Zellen für Ordnung. Geht dabei etwas schief, sind Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson die Folge. Molekularbiologe Sascha Martens und sein Team erforschen den für unsere Gesundheit so wichtigen Prozess – die Autophagie.

Weiterforschen lässt sie vor allem eins: "Asking questions that need to be answered". Die Biochemiker*innen der Uni Wien untersuchen die Autophagie, ein winzig kleiner Mechanismus, der in jeder Millisekunde in all unseren Köperzellen passiert. Wenn dabei etwas nicht nach Plan verläuft, können schwerwiegende Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson die Folge sein. Die Grundlagenforschung von Team Martens liefert damit einen wichtigen Baustein für Therapien und Wirkstoffe der Zukunft. (hm)

Sascha Martens ist seit 2017 Professor für Membranbiochemie am Zentrum für Molekulare Biologie. Seine Schwerpunkte sind Biochemie, Zellbiologie, Membranbiologie und Autophagie.

 

Er kam 2009 vom MRC Laboratory of Molecular Biology in Cambridge nach Wien, um an den Max Perutz Labs die autophagozytotischen Wege am Modellorganismus Hefe und an menschlichen Zellen zu untersuchen.