Neue Wege der Erinnerung
Die Bühne ist in ein kühles, blaues Licht getaucht. Fritzie Fritzshall sitzt auf einem roten Sessel und erwartet geduldig Fragen aus dem Publikum. Als 13-Jährige wurde sie nach Auschwitz deportiert und überlebte. Eine Schulklasse ist an diesem Tag gekommen, um ihre Geschichte zu hören. Eine Schülerin fragt, wie es im KZ mit der Religion war. Fritzie Fritzshall blickt ins Publikum und antwortet.
Die Unbeständigkeit der Erinnerung
Fritzshall ist 2021 im Alter von 91 Jahren verstorben. Und doch kann sie noch heute eine Antwort geben, denn die Fritzie Fritzshall auf der Bühne ist ein interaktives Hologramm im Illinois Holocaust Museum and Education Center in Chicago. Wird eine Frage gestellt, wählt eine Software aus hunderten aufgezeichneten Audiofiles die passende Antwort aus. Das Museum eröffnete 2017 als erste Institution ein "Holographic Theater", um die Geschichte von Fritzshall und elf weiteren KZ-Überlebenden für die Zukunft zu bewahren.
Laut Daten der "Claims Conference" (eine Organisation, die die Entschädigungsansprüche jüdischer Opfer der NS-Zeit vertritt, Anm.) leben derzeit weltweit noch mehr als 200.000 Überlebende, doch ihre Zahl wird in den nächsten zehn Jahren um 70 Prozent sinken. Auf der Website des österreichischen Zeitzeug*innenprogramms Erinnern.at sind derzeit 15 Personen gelistet, die für Schulbesuche zur Verfügung stehen. Ihr Durchschnittsalter ist rund 86 Jahre.
Wie ändern sich die Anforderungen an den Geschichtsunterricht, wenn Weltkrieg und NS-Zeit so weit in der Vergangenheit liegen, dass sie im kollektiven Gedächtnis zu verblassen beginnen? Wie kann die Erinnerung bewahrt werden, wenn es keine Zeitzeug*innen mehr gibt, die sie mit der jüngeren Generation "aus erster Hand" teilen? Im Gedenkjahr 2025, 80 Jahre nach dem Kriegsende, sind diese Fragen wichtiger denn je.
CU Remember: Erinnerungsarbeit neu denken
Das Kinderbüro der Universität Wien hat gemeinsam mit eucu.net das EU-kofinanzierte Projekt CU Remember gestartet, um komplexe Ereignisse wie den Holocaust und seine Folgen sowie die Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten jungen Menschen zu vermitteln. Ein interdisziplinäres Team aus Wien und Triest entwickelt dazu seit Frühjahr Vermittlungsformate, um Empathie und Engagement für demokratische Werte zu fördern.
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- Video-Playlist: Schüler*innen portraitieren Angehörige der Uni Wien, die während der NS-Zeit von der Uni Wien vertrieben wurden
- Interview: Karoline Iber von der Kinderuni Wien über das Projekt
"Schwieriges Wissen"
"Über den Holocaust zu lernen umfasst, was Forscher*innen als 'Schwieriges Wissen' bezeichnen ‒ das sind Inhalte, die mit traumatischen historischen Ereignissen verbunden sind. Schwieriges Wissen kann emotional belastend sein und das bestehende Wissen der Lernenden in Frage stellen. Daher sollten Pädagog*innen nicht nur historische Informationen vermitteln, sondern auch die kognitive und emotionale Auseinandersetzung der Lernenden mit dem Thema fördern", erklärt Ela Luria vom Zentrum für Lehrer*innenbildung der Uni Wien. Sie forscht unter anderem an Holocaust-Education (der englische Begriff hat sich international durchgesetzt).
Traditionelle Lehrmethoden mit Frontalunterricht und Lehrbüchern reichen oft nicht aus, um Empathie und moralische Reflexion zu wecken, die für ein tieferes Verständnis des Holocaust entscheidend sind. Gerade Filme spielen eine wichtige Rolle in der Holocaust-Education, da sie historische Kenntnisse vermitteln und auch bewegend sein können. Doch das Publikum bleibt dabei passiv.
Hier kommen die Möglichkeiten digitaler Lernmedien ins Spiel. "Unsere Forschung zeigt, dass Medien wie Virtual Reality (VR) ein deutlich höheres Maß an Immersion (Gefühl des Eintauchens, Anm.) und emotionaler Aktivierung erzeugen als herkömmliche Filme", sagt Ela Luria. "Gemäß der Theorie der 'embodied cognition' (verkörperte Kognition) können die multisensorischen und immersiven Eigenschaften von VR ein tieferes Verständnis fördern, da das Lernen davon beeinflusst wird, wie Individuen mit ihrer Umgebung interagieren." Einmal das entsprechende Headset aufgesetzt, taucht man mit Virtual Reality aus der Ich-Perspektive ein in historische Orte und Ereignisse in 3D. "Die Technologie erzeugt die überzeugende Illusion, sich an einem anderen Ort zu befinden, sodass die Lernenden sich auf interaktive Weise mit den Inhalten auseinandersetzen können", so die Bildungsforscherin.
Unmittelbare Erfahrung
Zusammen mit ihren Kolleg*innen Martin Rothgangel und Zehavit Gross untersuchte sie in einer aktuellen Studie, wie Virtual Reality das Lernen über den Holocaust beeinflusst. Mit Studierenden als Proband*innen verwendete das Team einen Dokumentarfilm über die Gedenkstätte Auschwitz, der von der Initiative "Spirit of Triumph" produziert und während eines Covid-Lockdowns gedreht wurde, was zu ungewöhnlich menschenleeren und ruhigen Szenen führte. Der Film enthält Luftaufnahmen, die den Eindruck vermitteln, den Ort von oben zu betrachten, sowie Erzählungen von Überlebenden. Die Proband*innen wurden in zwei Gruppen eingeteilt, die denselben Film sahen; der einzige Unterschied war, dass die VR-Gruppe den Film in 3D sah, während er der Kontrollgruppe auf einem normalen 2D-Bildschirm gezeigt wurde.
Nach dem VR-Erlebnis füllten die 182 Proband*innen einen Fragebogen aus, mit dem anhand standardisierter Kategorien gemessen wurde, wie stark sie sich in die Szene hineinversetzt fühlten und welche Emotionen sie dabei hatten. Das Ergebnis: Testpersonen, die virtuell an die Gedenkstätte reisten, erlebten signifikant höhere Immersion als die Vergleichsgruppe, die denselben Film in 2D sah.
In einer noch nicht veröffentlichten qualitativen Studie beschrieben die Studierenden eine Vielzahl emotionaler Reaktionen auf die VR-Erfahrung, darunter Trauer, Wut, Empathie und sogar Stolz. Manche waren sich ihrer realen Umgebung zeitweise nicht mehr gewahr und fühlten regelrecht an den Ort des Geschehens "transportiert". Laut Ela Luria zeigen diese vorläufigen Ergebnisse, wie immersive VR-Umgebungen Lernende auf emotionaler und kognitiver Ebene "abholen" können.
GameLab der Uni Wien: Entwicklung, Erforschung und Verleih von Videospielen für Unterricht und Lehre
Videospiele sind nicht nur beliebte Freizeitbeschäftigung, sondern können auch im Unterricht didaktisch wertvoll eingesetzt werden. Das GameLab an der Uni Wien beschäftigt sich mit Videospielen im Bildungskontext. Im Lab wird digitales spielbasiertes Lernen entwickelt und erprobt. Spiele können von Lehrkräften und Studierenden für Forschungs- und Unterrichtszwecke ausgeliehen werden (Nintendo Switch, Xbox, Steam). Das GameLab bietet Workshops für Schulen und Hochschulen zur Integration digitaler Spiele in Unterricht und Lehre an.
Zwischen Immersion und Respekt
Im tatsächlichen Schul-Setting kann Virtual Reality aber nicht für sich selbst stehen und bedarf pädagogischer Begleitung, erklärt Ela Luria: "VR kann starke emotionale Reaktionen hervorrufen, und sollte so eingesetzt werden, dass es nicht überwältigt, traumatisiert oder schreckliche Ereignisse ästhetisiert. Lehrkräfte spielen eine entscheidende Rolle bei der Vor- und Nachbereitung mit den Schüler*innen und helfen ihnen, das Gesehene zu diskutieren und in einen Kontext zu setzen. Sie sind dafür verantwortlich, ein Gleichgewicht zwischen Immersion, Respekt, Authentizität und emotionalem Wohlbefinden zu wahren – diese Balance ist für die Holocaust-Education zentral."
Die Verantwortung steige dabei mit dem Grad der Immersion: "Wir haben in der Studie mit einem semi-immersiven Erlebnis gearbeitet: Man kann sich zwar selbst, aber keine Gegenstände bewegen. Es gibt aber auch sogenannte vollimmersive Erlebnisse, wo man dies tun kann. Dadurch fühlt es sich noch realistischer und an sollte daher besonders überlegt eingesetzt werden."
Erinnern lernen
Thomas Hellmuth, Professor für Geschichtsdidaktik an der Universität Wien, spricht ein weiteres Problem an, das mit emotionalisierendem Unterricht einhergehen kann: "Wenn man in die Rolle von Opfern zu schlüpfen versucht, wird es heikel. Man kann die Klasse beispielsweise keine Briefe aus Sicht von verfolgten Menschen schreiben lassen. Denn aus der Gegenwart – in der wir hier in Österreich in einer demokratischen Gesellschaft leben und Repressionen im Sinne der NS-Zeit nicht erlebt haben – können wir uns in deren Lage gar nicht hineinversetzen." Wer das vergisst, kann falsche Parallelen in die Gegenwart ziehen: Während der Covid-Lockdowns verglichen sich etwa einzelne Maßnahmenkritiker*innen mit NS-Opfern.
Der Geschichtsunterricht hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. "Früher wurde in der Holocaust-Education stark moralisiert. Diese Betroffenheitspädagogik ging davon aus, dass man automatisch gegen Rassismus 'geimpft' werde, wenn man einfach erzählt bekommt, wie schrecklich die NS-Zeit für Demokratie, Menschenrechte und Frieden waren."
Heute steht hingegen im Vordergrund, wie nachhaltiges Gedenken von mündigen Bürger*innen gewährleistet werden kann. Für den Geschichtsunterricht bedeutet das: Klassisches Wissen, also das Abrufen von Daten und Fakten, ist weniger wichtig als die Metaebene: Wie waren Nationalsozialismus und Holocaust überhaupt möglich? Wie stehen die Entwicklungen vor und während der NS-Zeit in Zusammenhang mit der Abschaffung der Demokratie, mit Rassismus und Antisemitismus?
Gedenken ist Demokratiebildung
"Wichtig ist dabei die Verbindung zur Gegenwart und zur Lebenswelt der Schüler*innen herzustellen", ergänzt der Historiker und nennt Handlungs- und Subjektorientierung als wesentliche didaktische Grundsätze. Handlungsorientierung steht für Lernen durch "Hands-On"-Ansätze jenseits von Frontalunterricht – wie zum Bespiel das gemeinsame Analysieren von historischem Propagandamaterial, der Besuch einer Gedenkstätte und anschließendes Nachzeichnen der Schicksale von Opfern anhand von Stolpersteinen in der Heimatstadt. Oder auch das Gestalten einer Ausstellung, die wiederum anderen Klassen zur Vorbereitung auf den Besuch der Gedenkstätte dient.
"Subjektorientiertes Lernen", erklärt Thomas Hellmuth, "spricht Schüler*innen als Person an und lässt sie reflektieren: 'Was hat das Thema mit mir zu tun?' Das ist wesentlich, denn auch heute gibt es soziale Ausgrenzung, die in neuen Kleidern daherkommt. Schüler*innen sollen dies in ihrer Lebenswelt erkennen und benennen können." So befähigt die Auseinandersetzung mit Geschichte, in der eigenen Lebenswelt Ausgrenzung oder antidemokratische Tendenzen erkennen zu können. "Und im Idealfall kommt dann die die Frage: 'Das kann doch so nicht sein – was kann ich dagegen tun?' Also die Bereitschaft, Werte bei der Gestaltung der Lebenswelt zu verteidigen." Lernen über den Holocaust ist also Teil der Demokratiebildung – und befähigt, aus der Geschichte fürs heutige Leben zu lernen.
Holocaust-Education gehe daher über die Shoa hinaus und hat eine differenzierte Auseinandersetzung mit Ereignissen der Gegenwart zum Ziel, sagt Thomas Hellmuth. In Zeiten, in denen Antisemitismus auch an Schulen wieder Realität ist, sollte beispielsweise über den Nahostkonflikt gesprochen werden: "Hier gilt es, von verschiedenen Standpunkten aus zu diskutieren und einseitige Positionen zu benennen: Nicht jede Israelkritik ist Antisemitismus und nicht jeder Gewaltakt ist legitimer politischer Widerstand. Nicht alle Schüler*innen werden die gleiche Meinung haben. Aber wenn sie nach dem Unterricht weiterdiskutieren, ist es bereits ein Erfolg, denn vielleicht bleibt bei manchen ein differenziertes Bild hängen."
"Zweitzeug*innen": Die nächste Generation
Trotz innovativer Lernformen und demokratiebildender Geschichtsdidaktik, ist dennoch klar: Mit dem Abschied von den letzten Zeitzeug*innen geht etwas unwiederbringlich verloren: "Die direkte Begegnung mit Überlebenden gilt seit langem als besonders wirkungsvolles und unersetzliches Element der Holocaust-Education", betont Ela Luria. "Sie ermöglichen es den Lernenden, eine Person zu treffen, die die Ereignisse selbst erlebt hat, ihre Stimme und ihre Emotionen zu hören und eine Form menschlicher Präsenz zu erleben, die durch andere Medien nicht reproduzierbar ist."
Für Thomas Hellmuth ist es die Qualität der menschlichen Begegnung, an die digitale Abbilder, wie etwa Hologramme, nicht herankommen: "Man kann mit diesen zwar aktiv interagieren, was gut und sinnvoll ist. Aber das sind keine authentischen Begegnungen." Mit den vorab aufgenommenen Antworten eines KI-Avatars verpasse man etwa spontane menschliche Regungen, die auch Botschaften transportieren – etwa, wenn der Zeuge oder die Zeugin einmal keine Antwort geben will.
Die Nachkommen der Überlebenden in zweiter oder dritter Generation können diese Lücke schließen. In ihnen lebt das subjektive Element weiter, erklärt Thomas Hellmuth: "Sie sind geprägt durch ihre Familiengeschichte. Viele erforschen sie aktiv, weil die Eltern oder Großeltern über die Vergangenheit geschwiegen haben. All das können sie im Unterricht thematisieren." Erinnern.at, das vom OeAD betreute Holocaust-Education-Programm, leitet derzeit ein Pilotprojekt, das die pädagogischen Möglichkeiten des Lernens mit den Nachkommen jüdischer NS-Verfolgter erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Die Ergebnisse werden Ende 2025 veröffentlicht.
Ähnliche Projekte gibt es auch in anderen Ländern, mit teils unterschiedlichen Strategien. Der deutsche Verein "Zweitzeugen" gibt allen Interessierten die Möglichkeit, durch intensive Auseinandersetzung mit den Schicksalen der Opfern der NS-Gewalt zu sekundären Zeitzeug*innen zu werden. Die Freiwilligen besuchen Bildungseinrichtungen und tragen so die Überlebensgeschichten weiter. In Israel gibt es das Projekt "B'Guf Rishon (בגוף ראשון)", zu Deutsch "in der ersten Person": Freiwillige schlüpfen dabei in die Rolle von Familienmitgliedern, die den Holocaust überlebten und erzählen deren Geschichte aus der Ich-Perspektive. "Dieser Ansatz soll dem Publikum helfen, sich der Geschichte und den Menschen dahinter näher zu fühlen, wodurch möglicherweise eine starke emotionale Bindung entsteht", sagt Luria.
ERINNERN:AT: Lehren und Lernen über Nationalsozialismus und Holocaust
ERINNERN:AT ist das Programm von Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD) zum Lehren und Lernen über Nationalsozialismus, Holocaust sowie der Prävention von Antisemitismus durch Bildung. Zu diesen Themen werden vom OeAD-Programm ERINNERN:AT Unterrichtsmaterialien, Lernwebsites und Lernapps entwickelt und regionale, bundesweite sowie internationale Fortbildungsangebote für Lehrkräfte angeboten.
Lernen mit dem Verstand und dem Herzen
Virtual Reality kann den Kontakt mit Menschen aus Fleisch und Blut nicht ersetzen, sind sich Thomas Hellmuth und Ela Luria einig, die jedoch hinzufügt: "Da die Generation der Holocaust-Überlebenden jedoch immer kleiner wird, können immersive Medien eine unterstützende Rolle in der Holocaust-Education spielen."
Daneben braucht es aber auch engagierte Lehrer*innen, die Geschichte mit handlungs- und subjektorientiertem Lernen verknüpfen – und Menschen, die das Erinnern auch weiterhin in die Schulen bringen. "Damit Schüler*innen eine wirksame Verbindung zum Lernstoff aufbauen können, sollte Holocaust-Education die kognitiven als auch die emotionalen Dimensionen des Lernens ansprechen", fasst Ela Luria zusammen. Damit künftige Generationen die Vergangenheit verstehen und ihre weitreichende Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft erkennen.
Fritzie Fritzshalls Hologramm blickt ins Publikum und antwortet: "Oft hatte ich mich gefragt: Was macht Gott heute? Sieht er sein Volk leiden? Doch als ich nach Auschwitz kam, gab es keinen Gott mehr."
Serie "Future skills": Auf diese Fähigkeiten sollten wir setzen
- Demokratiebildung: "Schüler*innen sollten zum einen begreifen, wie Rassismus und andere Ausgrenzungsmechanismen definiert sind und welchen Zweck sie verfolgen. Sie sollten Strategien der Indoktrination und Manipulation aufdecken können und die Fähigkeiten entwickeln, gegen diese vorzugehen, sowie für Offenheit und die Akzeptanz verschiedener Meinungen einstehen. All dies lässt sich mit "Mündigkeit" umschreiben. Um diese Ziele zu erreichen, sollte der Unterricht subjekt- und lebensweltorientiert gestaltet sein."
– Thomas Hellmuth - Empathie und Medienkompetenz: "Schüler*innen brauchen ethische, emotionale und reflektive Fähigkeiten: Kritisches Denken, Empathie und verantwortungsvolles Handeln in einer medialisierten Welt. Lernende dabei unterstützt werden, die Bedingungen hinter Ungerechtigkeit zu hinterfragen. Damit dies gelingt, braucht es Lehrkräfte, die Schüler*innen durch herausfordernde Erfahrungen begleiten und diese mit ethischem sowie gesellschaftlichem Lernen verknüpfen. Digitale Ethik und Medienkompetenz spielen auch eine Rolle, also das Bewusstsein, dass Medien Wahrnehmungen formen oder verzerren können."
– Ela Luria
Zu ihren weiteren Forschungsinteressen zählen Neuropädagogik, Innovationen im Bildungswesen, künstliche Intelligenz in der Bildung, Gamification, Medienkompetenz und die generationsübergreifende Vermittlung religiöser und säkularer Werte.
Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von erinnern.at. Sein aktuelles Buch über den Austrofaschismus erschien im Oktober 2024.





